Der Spiegel ist die flache Wand ganz hinten am Boot, an der ein Außenborder angeschraubt wird. Auch Heckspiegel genannt.
Mit einem Spiegel zum Hineinsehen hat das Wort nichts zu tun. Gemeint ist die Fläche am Heck, an der bei kleineren Booten der Motor hängt.
An dieser Wand entscheidet sich einiges. Ein Außenborder wird dort angeschraubt und lässt sich abnehmen. Ein Z-Antrieb geht durch eine Öffnung im Spiegel hindurch, weil sein Motor innen im Rumpf steht - abgedichtet wird diese Öffnung mit einer Gummimanschette, dem Faltenbalg, der nach Kalender getauscht wird und nicht nach Aussehen. Bei einer Wellenanlage ist der Spiegel dagegen geschlossen; dort verlässt die Welle das Boot durch den Rumpfboden.
Wer ein gebrauchtes Boot ansieht, schaut sich den Spiegel deshalb genauer an als den Rest des Hecks: Alles, was hier durchgeht, muss dicht bleiben.