Bei einer Wellenanlage treibt ein Motor im Rumpf den Propeller über eine feste, schräg nach unten laufende Welle an.
Eine Welle ist in diesem Zusammenhang keine Wasserwelle, sondern eine gerade Stahlstange. Sie dreht sich und trägt die Kraft des Motors nach hinten zum Propeller.
Der Motor steht fest im Rumpf, die Welle läuft schräg nach unten und verlässt das Boot durch ein Rohr im Boden, das Stevenrohr. Kurz vor dem Propeller wird sie oft von einer Stütze getragen, dem Wellenbock. Hinter dem Propeller sitzt das Ruderblatt - anders als beim Außenborder schwenkt hier nichts mit, gelenkt wird allein mit dem Blatt.
Zwei Dinge folgen daraus. Weil die Welle schräg steht, drückt der Propeller einen Teil seiner Kraft nach unten statt nach vorn. Und rückwärts wirkt das Ruder erst, wenn Wasser daran vorbeiströmt - das Boot antwortet also später als eines, bei dem der Antrieb selbst schwenkt. Dafür ist wenig verbaut, das kaputtgehen kann: Was verschleißt, ist die Abdichtung um die Welle, die Stopfbuchse, und das Lager, in dem sie läuft.