Achtknoten binden für den SBF
Er hält nichts fest und verbindet nichts. Der Achtknoten macht das Ende einer Leine dicker als die Öffnung, durch die sie läuft - und das ist seine ganze Aufgabe.
Was ohne ihn passiert
Erst der Grund, dann der Handgriff. Wer einmal gesehen hat, was eine Leine ohne Stopper am Ende tut, legt ihn danach von selbst.
Das Ganze geht schnell und unspektakulär. Eine Schot läuft über einen Block, jemand gibt sie frei, und der Zug am anderen Ende zieht sie weiter. Solange noch Leine da ist, sieht das nach nichts aus. Kommt das Ende nach, geht es durch den Block hindurch, und die Leine ist aus ihrer Führung heraus.
Was danach kommt, ist keine Katastrophe, sondern Arbeit. Die Leine liegt irgendwo, wo sie nicht hingehört, und muss neu durch den Beschlag. Der sitzt in dem Moment selten dort, wo du gerade stehst. Genau diesen Weg sparst du dir mit einem Handgriff am Leinenende.
Deshalb gehört der Achtknoten überhaupt dazu, obwohl er der einfachste von allen ist. Er kostet einen Augenblick, er hält nichts, er verbindet nichts. Und er ist die einzige Vorkehrung, die noch wirkt, wenn die Leine schon läuft.
Achterknoten und Achterschlaufe sind Begriffe aus dem Klettersport. Gemeint ist hier der Stopper, der an Bord am Ende einer Leine sitzt. Alle Knoten im Überblick
Er muss nur dick genug sein
Die anderen Knoten machen eine Leine irgendwo fest oder verbinden sie mit einer anderen. Dieser hier tut beides nicht - er wirkt allein über seine Dicke.
Du legst ihn dort, wo die Leine sonst durch etwas hindurchpasst, und machst sie an dieser einen Stelle dicker. Ob davor ein Block sitzt, eine Öse oder eine Führung im Beschlag, ändert daran nichts. Die Leine läuft, bis die Verdickung ansteht, und dann nicht weiter.
Das betrifft genau die Leinen, die durch etwas hindurchlaufen, statt fest daran zu hängen - eine Schot über einem Block ist der Regelfall. Ist eine Leine an ihrem Beschlag festgemacht, kann sie nirgends hindurchrutschen. Dann braucht sie am Ende auch nichts, das sie daran hindert.
Warum dann diese Form und keine andere? Weil das Ende auf dem Weg zur Schlaufe noch eine zusätzliche Windung um das lange Part macht. Sie kostet eine Bewegung mehr, baut aber die doppelte Bucht auf, an der du ihn sofort erkennst. Du siehst sie in den Zeichnungen als Schritt zwischen dem zweiten und dem dritten Bild.
So entsteht die Acht
Die Leine kommt in allen Zeichnungen von links, das lange Part liegt still. Du bewegst nur das kurze Ende - erst zu einer Bucht, dann um das Part herum, zuletzt durch die Schlaufe.
Jeden Schritt kannst du auch als Modell drehen. Es lädt erst, wenn du darauf tippst.
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01Eine Bucht legen
Bieg das kurze Ende zurück, sodass es neben dem langen Part zu liegen kommt. Die beiden berühren sich auf der ersten Zeichnung noch nicht einmal - es ist eine Biegung und sonst nichts, und sie hält an dieser Stelle auch nichts.
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02Über das lange Part
Jetzt legst du das Ende quer über das lange Part. Damit schließt sich die Bucht zu einer Schlaufe, und durch die geht gleich etwas hindurch. Das Ende liegt dabei oben auf, nicht darunter - so zeigt es die Zeichnung.
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03Und wieder darunter
Von dort führst du das Ende in derselben Richtung weiter, einmal ganz um das lange Part herum. Es kommt auf der anderen Seite darunter wieder heraus und hängt nach unten. Diese zusätzliche Windung ist die ganze Besonderheit dieses Knotens - ohne sie wäre er ein anderer.
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04Von vorne durch die Schlaufe
Das hängende Ende nimmst du von vorne durch die Schlaufe, die zwei Schritte vorher entstanden ist. Es steckt auf der Zeichnung schon darin und zeigt schräg nach oben heraus. Zieh es so weit durch, dass du es greifen kannst.
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05Zusammenziehen
Zum Schluss ziehst du am langen Part und am Ende gleichzeitig, bis die Windungen aneinander liegen und nichts mehr lose ist. Fertig liegt die Leine in zwei Buchten übereinander. Der Achtknoten sieht aus wie eine Acht.
Ans Ende, nicht in die Mitte
Ein Stopper wirkt nur da, wo die Leine aufhört. Sitzt er woanders, wirkt er trotzdem - nur eben gegen den, der die Leine gerade laufen lassen will.
Der falsche Platz: Wird er auf halber Leine statt am Ende gesetzt, blockiert er im Block. Er gehört ans Ende, nicht in die Mitte.
Der Unterschied ist keine Feinheit. Dieselbe Verdickung, die am Ende der Leine ihre Arbeit tut, steht mitten im laufenden Teil im Weg, sobald die Leine wieder durch ihren Block soll. Und zwar an einer Stelle, an die während des Manövers niemand herankommt.
Noch wichtiger ist der zweite Punkt, und beim Üben geht er leicht unter: Dieser Knoten hält nichts. Er sichert das Ende einer Leine gegen ein Loch, und damit hört seine Aufgabe auf. Ein Boot hängt an ihm nicht, ein Fender auch nicht, und zwei Leinen bringt er ebenfalls nicht zusammen.
Dafür gibt es eigene Knoten - das feste Auge, das Belegen einer Klampe, den Stopperstek für eine dünne Leine auf einer dicken. Wer den Stopper kennt, kennt die Stelle, an der einer von ihnen anfangen muss. Alle drei stehen unten in der Reihe.
Knoten in der Prüfung
Neun Knoten kommen infrage, sieben davon sind in der praktischen Prüfung dran, und sechs müssen sitzen. Kein einzelner Knoten ist damit Pflicht - bestehen kannst du auch, ohne einen bestimmten gezeigt zu haben. Legen allein reicht nicht, du musst zu jedem Knoten auch sagen können, wofür er an Bord gut ist.
Zwischen See und Binnen gibt es bei den Knoten keinen Unterschied. Einzelne andere Aufgaben der praktischen Prüfung gelten ausdrücklich nur für den Seeschein, das Steuern nach Kompass zum Beispiel. Bei keinem der neun Knoten ist das so.
Fragen zum Achtknoten
Knoten üben, bis sie sitzen
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Schnell gelernt, und dann?
Der Achtknoten ist in einer Minute gelernt. Alles andere, was zum Bootsführerschein gehört, lernst du bei Bootsbande in deinem Tempo.
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